Arbeitgebermarke 2017-10-04T15:52:57+00:00

Arbeitgebermarke

Arbeitgebermarken erfolgreich gestalten

Die Arbeitgebermarke bzw. Employer Brand ist die Wahrnehmung eines Unternehmens als Arbeitgeber, nicht als Produzent oder Sponsor. Das bedeutet: Unternehmen mit herausragenden Produkten können als schlechte Arbeitgeber wahrgenommen werden und umgekehrt. Des Weiteren ist die Arbeitgebermarke ein Teilbereich der Unternehmensmarke. Letztere umfasst auch die übrigen Bereiche der Unternehmenstätigkeit, also die Art der Produkte, das mehr oder weniger nachhaltige Wirtschaften, gesellschaftliches Engagement und Sponsoring sowie politische Zielsetzungen eines Unternehmens.

Bedeutung der Arbeitgebermarke

Die Arbeitgebermarke gewinnt immer dann an Bedeutung, wenn Fachkräftemangel herrscht und Stellen nicht ohne weiteres besetzt werden können. Dennoch darf bei der entsprechenden Markenbildung als Arbeitgeber – dem sogenannten Employer Branding – die gesamte Unternehmensmarke nicht aus den Augen verloren werden. Viele Fachkräfte suchen sich Arbeitgeber aus, die in ihrer gesamten Bandbreite überzeugen können, nämlich auch mit ihren Produkten, der Nachhaltigkeit und dem gesamten politisch-gesellschaftlichen Engagement. Davon abgesehen müssen heute alle Unternehmen auf die eine oder andere Weise Employer Branding betreiben, um geeignete Bewerber auf sich aufmerksam zu machen und im War for Talents zu bestehen. Diesen Bereich beziehen große Konzerne ganz selbstverständlich ein, wenn sie ihre Unternehmensmarke pflegen. Anders wäre der Fachkräftemangel nicht mehr auszugleichen und viele Stellen würden unbesetzt bleiben.

Arbeitgebermarken Historie

Die Arbeitgebermarkenbildung ist ein langwieriger Prozess, der durch einzelne Schritte gekennzeichnet ist. Diese unternehmensstrategische Maßnahme wendet für die Markenbildung als Arbeitgeber gezielt Konzepte des Marketings an, die einmal für die Produktvermarktung entworfen wurden. Die Sichtweise ist vergleichsweise jung, die englischsprachige Literatur erwähnt erst seit 1996 explizit das Employer Branding. Der Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen ist zwar kein modernes Problem, denn auch in früheren Epochen waren Mitarbeiter bestimmter Positionen immer wieder schwer zu finden, doch heutzutage ist es aufgrund der technischer Gegebenheiten besser möglich entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Ansätze im Employer Branding

Eine Arbeitgebermarke lässt sich gezielt entwickeln, ein Arbeitgeberimage entsteht hingegen historisch und vorrangig durch Medieneinflüsse. Es ist möglich, mithilfe von Employer Branding langfristig ein solches Image aufzubauen, doch die Maßnahmen zur Umsetzung brauchen Zeit. Die Markenbildung als Arbeitgeber kann hingegen sehr schnell geschehen und stärkt nachhaltig das Marketing und Vertrieb. Hierfür gibt es Beispiele bei IT-Unternehmen, die als Startups ihre Mitarbeiter hervorragend bezahlen und ihnen in sehr flachen Hierarchien große Freiheiten gewähren. Für das Employer Branding ist es wesentlich, solche Vorteile auch aktiv zu kommunizieren. Erst dann stellen sich positive Effekte für das Recruiting ein. Als grundlegende Ansätze des Employer Brandings werden die beiden Strategien

  • der horizontalen Mitarbeiterbindung innerhalb der hierarchischen Eingruppierung und
  • der vertikalen Mitarbeiterbindung durch Karriereaussichten

betrachtet. Das betrifft ausdrücklich auch neue Bewerber, denn auch diesen kann man entweder ein angenehmes Betriebsklima und interessante Aufgaben bei unveränderter Position oder umgekehrt rasante Karrierechancen versprechen. Insgesamt soll die Marke als Arbeitgeber

  • das Recruiting,
  • die Retention (Mitarbeiterbindung),
  • die Unternehmenskultur,
  • das Talent Management sowie
  • das Unternehmensimage

unterstützen. Als Instrumente der Markenbildung gewinnen sozialen Medien zunehmende Bedeutung und diese Bedeutung wird noch steigen, denn potenzielle Mitarbeiter informieren sich mittlerweile umgehend im Internet über neue Arbeitgeber. Werden diese Potenziale nicht genutzt, so kann eine erfolgreiche Personalrekrutierung kaum noch gelingen.

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