Ausbildungsmarketing

Heutzutage stehen alle Unternehmen vor einer großen Herausforderung: Nachwuchskräfte finden. Der demografische Wandel verstärkt dieses Problem zunehmend. Insbesondere kleine Unternehmen und soziale Träger im Handwerk und der Pflege suchen händeringend nach neuen Auszubildenden. Vor diesem Hintergrund entstand das Ausbildungsmarketing. Es soll dafür sorgen, dass interessierte Schülerinnen und Schüler und Unternehmen einfacher zueinander finden.

Was ist unter Ausbildungsmarketing zu verstehen?

Genau wie um Kunden, müssen Arbeitgeber heute um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das eigene Unternehmen werben. Dass man sich nun auf Azubis konzentriert, ist nicht nur eine logische Folge des Nachwuchsschwunds. Denn der heutige Azubi ist die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter von morgen. Sie gehören zum wichtigsten Kapital von wachsenden und nachhaltig denkenden Unternehmen.

Das Ausbildungsmarketing verfolgt drei aufeinander aufbauende Ziele:

  1. Mit der Generation Z in Kontakt zu treten.
  2. Sich als attraktiver Arbeitgeber für eine Ausbildung zu positionieren.
  3.  Junge Bewerberinnen und Bewerber für das eigene Unternehmen zu gewinnen

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, um Millenials zu erreichen. Bei allen muss ein Spagat gelingen: Auf der einen Seite gilt es, Werte der eigenen Firma klar zu vermitteln. Auf der anderen Seite müssen Sie zum Wunsch-Arbeitgeber von jungen Leuten für eine Ausbildung werden.

Ist Ausbildungsmarketing wirklich so wichtig?

Wie aus dem index Recruiting-Report 2019/2020 hervorgeht, sehen fast ein Viertel der deutschen Unternehmen Ausbildungsplätze als die am schwersten zu besetzenden Positionen. Viele der knapp 550.000 Stellen, die im Jahr für eine Ausbildung ausgeschrieben sind, können nicht besetzt werden. Unter dem Eindruck einer alternden Bevölkerung und von mehr Menschen, die sich in die Rente verabschieden, klagen immer mehr Unternehmen über den zunehmenden Fachkräftemangel. Seit 2008 gibt es mehr freie Ausbildungsplätze als junge Leute, die eine Ausbildung absolvieren möchten.

Mit einem ausgeklügelten Azubi-Marketing finden Unternehmen auch künftig junge, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher sollten Sie sich Arbeitgeber beim Recruiting folgende Fragen beantworten:

  • Für welche Ausbildung werden Bewerberinnen und Bewerber gesucht?

  • Wie kann ich als Arbeitgeber attraktiv für Jugendliche werden?
  • Auf welchen Kanälen erreiche ich potenzielle Auszubildende am besten?
  • Welche Maßnahmen sind für eine erfolgreiche Ansprache von jungen Leuten notwendig?
  • Wie bleibe ich als Arbeitgeber langfristig interessant?

Mit den Antworten auf diese Fragen können Sie mit dem Ausbildungsmarketing starten. Es geht nicht nur darum, eine gewisse kritische Masse an Bewerbungen für die freien Stellen zu erhalten. Sie müssen dafür sorgen, dass die Azubis nach der Ausbildung in Ihrer Firma bleiben – die Abbrecherquote ist noch immer zu hoch. Denn viele Jugendliche entscheiden sich nach den ersten Monaten doch lieber für eine weiterführende Schule oder ein Studium. Gefragt sind deshalb ganzheitliche Lösungen im Recruiting.

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Die Azubis als Zielgruppe: Was man über sie wissen muss

Es ist vor allem die Generation Z, die als potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für Ausbildungsplätze zur Verfügung steht. Sie sind zwischen 16 und 24 Jahre alt – und bilden somit die jüngste Gruppe beim Recruiting. Einige Besonderheiten grenzen sie von bisherigen Azubi-Generationen ab:

  • Hohe Affinität zu Technik und im Umgang mit den sozialen Medien
  • Neues Verständnis von Work-Life-Balance und persönlicher Entfaltung
  • Wunsch nach fairer, leistungsgerechter Vergütung
  • Guter Ruf von Arbeitgebern erscheint als Möglichkeit zur persönlichen Profilierung

Junge Menschen stellen neue Anforderungen an ihre Arbeitgeber. Sie wollen gefordert und gefördert werden, sehen ihren Arbeitsplatz aber nicht als den einzig zentralen Inhalt ihres Lebens an. Deshalb gilt: Für ein erfolgreiches Ausbildungsmarketing müssen Sie zunächst potenzielle Auszubildende, also die Generation Z, verstehen.

Die richtigen Maßnahmen für das Azubimarketing

Der erste Schritt beim Ausbildungsmarketing ist die Suche nach potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten für offene Ausbildungsplätze. Beim sogenannten Active Sourcing von Azubis sollten Sie zumindest drei Aspekte beachten:

1. Ausbildungsmarketing an Schulen

Bevor die Bewerbungsphase startet, müssen Sie auf das Radar potenzieller Azubis erscheinen. Viele Schulen veranstalten Tage der Berufsorientierung, an denen sich regionale Unternehmen bei Schülerinnen und Schülern präsentieren können. Wenden Sie sich bei diesen Veranstaltungen auch an die Eltern. Sie sind die wichtigsten Ansprechpartner bei Zukunftsfragen. Größere Unternehmen können auch eigene Events sponsern, um sich bei Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern bekannt(er) zu machen.

2. Messen und Veranstaltungen

Für das Azubimarketing ist ebenfalls die Teilnahme an Veranstaltungen außerhalb von schulischen Einrichtungen wichtig. In vielen Städten gibt es Jobmessen für Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen dieser Formate eröffnen sich viele Wege, um bei potenziellen Azubis in Erinnerung zu bleiben und Bewerberinnen und Bewerber anzulocken. Eine gute Möglichkeit dafür sind Give-Aways

3. Online-Marketing-Maßnahmen

Das Internet ist das beste Medium, um junge Leute auf das eigene Ausbildungsangebot aufmerksam zu machen. Investieren Sie deshalb den größten Teil Ihres Azubimarketing-Budgets in Ihre Online-Aktivitäten. Mit Werbung in spezialisierten Jobbörsen, einem guten Social-Media-Auftritt und einer interaktiven Webseite mit ansprechenden Bildern präsentieren Sie sich bestmöglich im Netz.

Ganz wichtig: Machen Sie Azubimarketing auf Augenhöhe. Arbeitgeber müssen greifbar sein. Sie dürfen nicht als unnahbare Institutionen erscheinen, vor denen die junge Menschen zu großen Respekt haben, um überhaupt in Kontakt zu treten. Auch im Ausbildungsmarketing macht der Ton die Musik. Ihre eigene Unternehmenskultur sollten Sie zwar nicht komplett verändern – gehen Sie aber trotzdem auf die junge Zielgruppe ein.

Wie hilft index bei der Azubigewinnung?

Unsere Spezialistinnen und Spezialisten für Employer Branding und Personalmarketing unterstützen Sie bei der Konzeption und Umsetzung Ihres Ausbildungsmarketings. Zu unserem Gesamtpaket gehören unter anderem diese Instrumente:

1. Reichweitenstarke Employer-Branding-Kampagnen
Auf Basis einer fundierten Arbeitsmarktanalyse erarbeiten wir für Sie eine ausgefeilte Employer-Branding-Strategie. Unsere Erfahrung im Ausbildungsmarketing zeigt: Jugendliche wollen eine Ausbildung mit Zukunft. Die erfahrenen Beraterinnen und Berater von index setzen Ihr Unternehmen bestmöglich als nachhaltigen und attraktiven Arbeitgeber in Szene.

2. Bespielung von Social-Media-Kanälen
Der potenzielle Azubi von heute ist in den sozialen Medien zu Hause. Facebook, Instagram und Co. bilden deswegen wichtige Kanäle, um Informationen über Ihren Ausbildungsbetrieb zu platzieren und mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Erfolgreiches Social-Media-Recruiting  erfordert eine durchdachte Vorgehensweise. Auf Instagram darf Influencer Marketing auf keinen Fall fehlen. Bei dieser speziellen Maßnahme werben Instagramer*innen mit einer großen Reichweite und Bezug zur Zielgruppe mit Feed- und Story-Posts für ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber oder eine bestimmte Stelle. Unsere HR-Profis wissen, worauf es in den sozialen Medien ankommt.

3. Optimierte Karrierewebsite
Die Karrierewebseite ist das digitale Aushängeschild Ihres Unternehmens. Auch beim Ausbildungsmarketing ist sie unabdingbar. Geben Sie Interessenten Einblicken in den Ausbildungsalltag und erklären Sie ihnen den Bewerbungsprozess kurz und bündig. Setzen Sie auch Recruiting-Videos ein. index optimiert Ihre Karriereseite mit Content Marketing und HR-SEO.

4. Erfolgreiche Recruiting-Kampagnen
Manchmal müssen Sie den ersten Schritt gehen, um Ihren Traum-Azubi zu finden. Das gilt insbesondere für kleinere Unternehmen ohne bekannte Arbeitgebermarke. Das index-Team entwickelt für Sie eine maßgeschneiderte Rcruiting-Kampagne. Unsere erfahrenen Beraterinnen und Berater finden die richtige Ansprache für angehende Auszubildende und begeistert diese Zielgruppe mit einem ausgewogenen Maßnahmen-Mix.

5. Ansprechende Stellenanzeigen
Auch digitale Stellenanzeigen sind ein erfolgsversprechendes Instrument im Ausbildungsmarketing. Platzieren Sie darin neben Fakten zu Ihrem Unternehmen auch spezifische Informationen zu den konkreten Stellen. Pflegen Sie die Stellenausschreibungen regelmäßig grafisch und inhaltlich. Nur mit aufmerksamkeitsstarken Anzeigen erreichen Sie bei Google und anderen Suchmaschinen Top-Platzierungen.

6. Schulmarketing als Einfallstor
Gelungenes Ausbildungsmarketing beginnt an den Schulen, genau wie Hochschulmarketing direkt an Universitäten und Fachhochschulen am effektivsten ist. index unterstützt Sie bei der Erstellung von Werbematerialien und bei der Durchführung von Info-Veranstaltungen. Unser Tipp: Gehen Sie mit momentanen Azubis an die Schulen. Sie können Schülerinnen und Schüler von ihrem Ausbildungsgang und Ausbildungsbetrieb am besten persönlich überzeugen.

Fotos: index GmbH, Koroll

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Anna Moormann
Consultant Marketing
& Market Research

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