Personalentwicklung:
Potenziale erkennen und gezielt fördern

Wenn Mitarbeiter hervorragende Leistungen erbringen sollen, dann müssen sich auch gefördert werden! Genau hier setzt die Personalentwicklung an, die sich zum Ziel setzt, das meiste aus jedem Mitarbeiter herauszuholen und seine individuellen Stärken auszubauen.

Personalentwicklung: Definition

Personalentwicklung (kurz: PE), auch Mitarbeiterentwicklung genannt, ist ein wichtiger Begriff im Personalwesen und Employer Branding. Man fasst darunter alle Maßnahmen zusammen, die dazu dienen, einen Mitarbeiter zu fördern und weiterzubilden. Sie können sich auf verschiedene Kompetenzfelder beziehen, wie etwa auf soziale, methodische oder fachliche Fähigkeiten.

Die Personalentwicklung gilt als Teilgebiet der Personalwirtschaft im Bereich der Erwachsenenbildung, der Organisationssoziologie, Betriebswirtschaft sowie der Pädagogik und Personalpsychologie bzw. Wirtschaftspsychologie. Dabei geht es auch darum, Menschen, Organisationen und Teams in die Lage zu versetzen, ihre Funktionen in den betrieblichen Arbeitssystemen effizient und mit Erfolg zu meistern. Des Weiteren sollen sie befähigt werden, sich neuen Herausforderungen motiviert und selbstbewusst stellen zu können. In diesem Zusammenhang spielt auch das Talent Management eine entscheidende Rolle.
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Das sind die Ziele der Mitarbeiterentwicklung

Die Personalentwicklung verfolgt immer die Absicht, auf lange Sicht sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer für die gewünschten Positionen optimal einsetzbar sind. Eine Weiterbildung ist für ein Unternehmen dementsprechend kein Selbstzweck, sondern dient dazu, die strategischen Unternehmensziele zu sichern und zu erreichen. Daneben gibt es noch viele weitere Ziele, die sowohl die Mitarbeiter als auch die Firma betreffen:

Die Ziele der Personalentwicklung aus Sicht der Mitarbeiter

Eine gut geplante Personalstrategie kommt selbstverständlich den Mitarbeitern zugute. Durch den Erwerb neuer Qualifikationen reduziert sich für sie beispielsweise das Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern sich. Auch die Karrieremöglichkeiten werden optimiert und es ist gegebenenfalls sogar möglich, eine Beförderung zu erhalten und ein höheres Einkommen zu erzielen. Zudem kann eine effektive Entwicklung das Selbstbewusstsein und die Motivation der Mitarbeiter erhöhen.

Die Ziele der Personalentwicklung aus Sicht des Unternehmens

Aus Unternehmenssicht werden mit der Mitarbeiterentwicklung vor allem folgende Ziele verfolgt:

  • Hard Skills und Soft Skills der Mitarbeiter aufrechterhalten und vertiefen: zum einen das fachliche und methodische Know-how, zum anderen die sozialen und persönlichen Kompetenzen
  • Sicherung des Fach- und Führungskräftebestands
  • Steigerung der Zufriedenheit und Mitarbeitermotivation
  • Aufdeckung von Defiziten und Fehlbesetzungen, um rechtzeitig gegenzusteuern
  • Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz eines Unternehmens
  • Ausrichtung des Unternehmens auf zukünftige Herausforderungen und Aufgaben

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Vorteile einer effizienten Personalentwicklung im Unternehmen

Wenn man eine systematische Personalentwicklung mit einer durchdachten Strategie und geeigneten Maßnahmen im eigenen Betrieb umsetzt, hat die Mitarbeiterentwicklung großes Potenzial, um den Unternehmenserfolg zu steigern.

Der wohl größte Vorteile liegt in der Sicherung des erforderlichen Fach- und Führungskräftebestandes. Durch die Personalförderung wird somit auch die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit gesichert und eine größere Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt erzielt. Dieser Aspekt ist gerade heute in Zeiten des Fachkräftemangels von großer Bedeutung! Außerdem lassen sich durch eine effektive Personalentwicklung die Personalbeschaffungskosten verringern, weil eine geringere Fluktuation angestrebt wird.

Fort- und Weiterbildungen können auch als Benefits gesehen werden, die das Unternehmen den Arbeitnehmern zusätzlich bietet. Diese können mitunter entscheidend dafür sein, dass neue Fachkräfte einerseits gewonnen, andererseits behalten werden können.
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Ablauf und Prozesse

Am Ende des Prozesses steht die Analyse der durchgeführten Maßnahmen. Allerdings ist die Wirksamkeit von Personalentwicklungsmaßnahmen nicht unbedingt leicht einzuschätzen, da die Änderungen nur nach einer längeren Zeit zu beurteilen sind. Es stellt sich außerdem die Frage, wie der Erfolg gemessen wird – gerade dies ist keine leichte Aufgabe. Mögliche Indikatoren zur Messung der Effektivität, jeweils vor und nach den Personalentwicklungsmaßnahmen, sind:

  • die durchschnittliche Zeit und damit auch die finanziellen Ressourcen, die in ein bestimmtes Projekt fließen
  • die Mitarbeiterzufriedenheit, messbar zum Beispiel durch interne Umfragen
  • Übersicht über die Hard Skills, die die Arbeitnehmer im Unternehmen mitbringen

Innerhalb von Unternehmen ist häufig die HR-Abteilung verantwortlich für die Personalentwicklung. Es werden geeignete Strategien und Maßnahmen geplant und ausgearbeitet, um mit der Qualifizierung der angestellten Fach- und Führungskräfte die Unternehmensziele umzusetzen.

Im Idealfall ist das Coaching auf jeden Mitarbeiter individuell abgestimmt – zumindest sollte es sich aber nach den Bedürfnissen der Mitarbeitergruppe richten, z. B. nach Abteilung oder nach der Hierarchiestufe. Schließlich haben Berufseinsteiger und Young Professionals andere Wünsche, Ansprüche und Anforderungen als zum Beispiel Geschäftsführer oder Aushilfskräfte.
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Beispiele aus der Praxis

Die einzelnen Maßnahmen, die für die Personalentwicklung gewählt werden können, unterscheiden sich stark in ihrem Umfang. Zu den wichtigsten Methoden zählen:

Weiterbildungen und Schulungen:

Eine der bekanntesten Wege, um die Personalentwicklung voranzutreiben, sind wohl Fort- und Weiterbildungen. Die Arbeitnehmer bauen ihr Wissen in einem bestimmten Fachgebiet aus. Häufig finden diese Weiterbildungen an einem Tag oder Wochenende extern statt.

Online-Seminare:

Auch E-Learnings gehören zu PE-Maßnahmen. Sie haben den Vorteil, dass man sie von überall und jederzeit zugreifen kann. So wird ein arbeitsplatznahes und berufsbegleitendes Training, also ein „Training on the Job“, ermöglicht.

Job Rotation:

Die eigene Arbeit kennt man nach einigen Wochen bestimmt gut, aber was machen eigentlich die Kollegen in den anderen Abteilungen? Job Rotations eignen sich ideal, um über den Tellerrand zu schauen und einen Blick fürs große Ganze im Unternehmen zu bekommen. Durch den Austausch mit den Kollegen erfährt man außerdem, wo Hilfe benötigt wird, wer einen selbst unterstützen kann und findet vielleicht sogar Inspiration für die eigenen Projekte. Um neuen Input zu bekommen, hat man es oft also gar nicht so weit.

Coachings:

Insbesondere in kleineren Firmen kann es vorteilhaft sein, sich Unterstützung von außen zu holen. Ein Coach kann helfen, die Stärken und Ziele eines jeden Mitarbeitern, aber auch des gesamten Teams zu identifizieren und so maßgeblich zur Personalentwicklung beitragen.

Trainee-Programme:

Für Berufseinsteiger oder auch Quereinsteiger werden des Öfteren Trainee-Programme angeboten, um sie direkt im und für den jeweiligen Job im Unternehmen zu schulen. Besonders üblich sind Volontariatsstellen in den Bereichen Journalismus, Kommunikation und Marketing. Auf diese Weise können Personalverantwortliche gut steuern, in welche Richtung es für den Trainee gehen soll.
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Fazit: Die Entwicklung der Mitarbeiter ist für Unternehmen erfolgsbestimmend

Insgesamt kann die Personalentwicklung als Werkzeug angesehen werden, um den Mitarbeiterbestand zu Höchstleistungen anzuspornen und zu befähigen. Mit der steigenden Motivation, die durch die Weiterbildungen geschaffen wird, können sich Mitarbeiter sogar zu sogenannte High-Potentials entwickeln, die besonders wertvoll sind und maßgeblich zum Erfolg beitragen können. Richtig eingesetzt ist die Personalentwicklung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Win-Win-Situation und somit ein Bestandteil des Personalmanagements, in das es sich zu investieren lohnt.
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Fotos: index GmbH, Koroll

Sascha Neter

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