Pressemitteilung Europäische Studie: Bewerbermangel bei gewerblichen Fachkräften

Europäische Studie: Über die Hälfte der Unternehmen beklagt Bewerbermangel bei gewerblichen Fachkräften

Berlin, 05. Februar 2014 – Der Fachkräftemangel macht sich im europäischen Personalmarkt deutlich bemerkbar. 52 Prozent der Personaler geben an, dass in ihrem Unternehmen bei berufserfahrenen Fachkräften mit akademischer Bildung und gewerblichen Fachkräften ein Mangel an geeigneten Bewerbern herrscht. Dies ist das Ergebnis einer Expertenbefragung von index Strategisches Personalmarketing, an der sich 1.930 Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien, Schweden, Dänemark und den Niederlanden beteiligt haben. In Dänemark ist die Situation dabei am problematischsten – 78 Prozent der Firmen klagen hier über Bewerbermangel bei den gewerblichen Fachkräften. Berufserfahrene Kandidaten für Fachkräfte-Positionen mit akademischer Bildung sind vor allem in Deutschland (65 Prozent) und Schweden (59 Prozent) rar. Dennoch können die meisten Positionen noch relativ schnell besetzt werden: 79 Prozent der Stellen, in denen erfahrene Fachkräfte mit Hochschulabschluss gesucht werden, und sogar 89 Prozent der gewerblichen Positionen werden innerhalb von vier Monaten nach der ersten Ausschreibung besetzt. Der Studienreport mit den internationalen Ergebnissen kann kostenfrei unter www.index-hr.de bestellt werden.

Mehr als die Hälfte der Firmen gibt an, dass die Rekrutierung große Bedeutung für den Erfolg ihres Unternehmens hat. Für ein weiteres Drittel hat die Mitarbeitergewinnung zumindest mittlere Bedeutung. Lediglich für 3 Prozent der Umfrageteilnehmer ist die Mitarbeitergewinnung ohne Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Allerdings gibt es in den einzelnen Ländern große Unterschiede in der Einschätzung: Besonders in Frankreich wird das Recruiting als erfolgsentscheidend bewertet (78 Prozent schreiben der Mitarbeitergewinnung für den Unternehmenserfolg „große Bedeutung zu), gefolgt von Dänemark (65 Prozent) und Deutschland (61 Prozent). Vor dem Hintergrund der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation in Frankreich überrascht dieses Ergebnis etwas. Am wenigsten erfolgsrelevant ist die Gewinnung neuer Mitarbeiter für die Teilnehmer aus den Niederlanden (45 Prozent).

Fehlende Praxiserfahrung ist größte Herausforderung für die Personaler
Als größte aktuelle Herausforderung im Personalmarketing sehen die Unternehmen die fehlende Praxiserfahrung der Bewerber (40 Prozent), gefolgt von der Anspruchshaltung der sogenannten „Generation Y“ (28 Prozent) und einem zu geringen Personalmarketing-Budget (25 Prozent).

„Der Fachkräftemangel macht sich aktuell vor allem in der Zahl der Bewerbungen bemerkbar. Obwohl die Mehrzahl der ausgeschriebenen Positionen zeitnah neu besetzt werden kann, wächst die Unzufriedenheit der Personaler“, erläutert Philipp Diefenbach, Leiter index Strategisches Personalmarketing. „Der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter wird sich in Zukunft weiter verstärken. Die Unternehmen sind gut beraten, jetzt Strategien für einen immer enger werdenden Personalmarkt zu entwickeln. Employer Branding und ein strategischer ausgerichtetes Personalmarketing sind hier die Schlagworte.“

Bewerbermangel

Philipp Weber-Diefenbach

Leiter index HR-Marketing
030-390 88 197
p.diefenbach@index.de

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