Arbeitgeberattraktivität

Was einen Arbeitgeber attraktiv macht

In Zeiten von umkämpften Personalmärkten kommt es für Unternehmen darauf an ein hohes Maß an Arbeitgeberattraktivität zu bieten, um im War for Talents zu bestehen und die passenden Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu rekrutieren. Erfolgreiche Unternehmen haben Krisenzeiten überwunden und in Zeiten geringer Auslastung mit Kurzarbeit versucht diese Zeiten zu überwinden. Sie greifen dann, wenn die Auftragslage wieder besser ist, auf bewährte Mitarbeiter zurück. Allerdings kann es aufgrund von Expansionen, Erweiterungen oder einem Boom an Aufträgen der Fall sein, dass ein erhöhter Bedarf an Arbeitskräften besteht. Eine Personalrekrutierung ist dann erforderlich und dabei kommt es auf Arbeitgeberattraktivität an.

Wie definiert sich Arbeitgeberattraktivität?

Die Arbeitgeberattraktivität sagt aus, wie sehr es sich für einen Arbeitssuchenden oder jemanden, der sich beruflich verändern will, lohnt, für diesen Arbeitgeber tätig zu werden. Verschiedene Faktoren bestimmen die Attraktivität eines Arbeitgebers, sie drücken sich in der Arbeitgebermarke aus.
Arbeitgeberattraktivität ist durch angemessene Entlohnung und andere finanzielle Anreize, beispielsweise ein 13. Monatsgehalt oder Urlaubsgeld, die Gestaltung des Arbeitsumfelds, familienfreundliche und flexible Arbeitszeitmodelle, Aufstiegsmöglichkeiten und Unternehmenskultur geprägt. Für attraktive Arbeitgeber ist es einfacher, geeignete Bewerber zu finden; ebenso ist die Fluktuation bei diesen Arbeitgebern geringer. Die Arbeitgeberattraktivität wirkt sich auf das Ergebnis im Unternehmen aus; bei einem attraktiven Arbeitgeber sind die Mitarbeiter motivierter, die Kosten für die Personalbeschaffung sind deutlich geringer. Die strategische Wettbewerbsfähigkeit ist umso besser, je attraktiver der Arbeitgeber ist.

Planung der Arbeitgeberattraktivität

Um künftig erfolgreicher und wettbewerbsfähiger zu werden, kommt es für Unternehmen darauf an, ihre Attraktivität zu verbessern. Dabei ist die eigene Darstellung als Arbeitgeber, das Employer Branding, ebenso wie das Personalmarketing wichtig. Wie Studien ergeben haben, klaffen die Ansichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezüglich der Attraktivität eines Arbeitgebers stark auseinander. Arbeitgeber überschätzen die Bedeutung der Vergütungshöhe, während Arbeitnehmer besonderen Wert auf Lob und Anerkennung für ihre Arbeit legen. Die Attraktivität kann durch das wertschätzende Verhalten der Führungskräfte gegenüber den Mitarbeitern gesteigert werden – das kostet einem Unternehmen nicht viel Geld. Die Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität verlangt eine gute Strategie. Unter den Unternehmen herrscht der War for Talents, die Unternehmen müssen um junge, talentierte Mitarbeiter kämpfen. Aufgrund des Fachkräftemangels in Deutschland spielen vor allem die weichen Faktoren für Arbeitgeber eine bedeutende Rolle. Das ist nur mit der entsprechenden Attraktivität möglich. Es kommt darauf an, die Zielgruppe an Bewerbern anzusprechen und ihnen die entsprechenden Möglichkeiten wie Weiterbildung, Aufstiegschancen, betriebliche Alterssicherung oder finanzielle Beteiligung zu gewähren.

Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

Um ihre Attraktivität zu steigern, haben Arbeitgeber viele Möglichkeiten, doch hängt das von der Zielgruppe von Bewerbern ab, die Unternehmen ansprechen wollen. Neben familienfreundlichen Arbeitsmodellen und finanziellen Anreizen müssen Unternehmen auch auf eine Führungskultur setzen, die von Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein geprägt ist. Sollen Führungskräfte oder andere hochqualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden, sind Handlungs- und Entscheidungsfreiräume für diese Mitarbeiter erforderlich, verbunden mit flachen Hierarchien. Ein strategisches Personalmarketing und Talent Management ist hier von besonderer Bedeutung.
Gerade dann, wenn weibliche Bewerberinnen gesucht werden, sind flexible Arbeitszeiten wichtig. Arbeitgeber müssen ihre Kerneigenschaften analysieren und dabei ihre Ziele fokussieren. Die interne Perspektive kann durch Mitarbeiterbefragungen analysiert werden; die Mitarbeiter können nach ihrer Zufriedenheit, ihren Wünschen und Zielen befragt werden und können Vorschläge einbringen, was im Unternehmen verbesserungswürdig ist. Die externe Perspektive, wie ein Unternehmen von außen betrachtet wird, lässt sich anhand von Medienberichten und Vergleichen zu Wettbewerbern ermitteln. Die Arbeitgeberattraktivität kann mit Sozialleistungen, individueller Karriereplanung und modernen Arbeitsmitteln gesteigert werden. Die Unternehmensleitung übernimmt hier eine hohe Verantwortung, denn nur, wenn sie selbst die angestrebten Werte entschlossen umsetzt, kann sie mit gutem Beispiel vorangehen.

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